Rückblick auf 35 Clubjahre

Am 22. November 2015 konnte der Lions-Club Triberg-Schwarzwald seinen 35. Geburtstag feiern.

Damals, vor 35 Jahren hat sich in Triberg ein Kreis von 20 Männern zusammengeschlossen, in der Gemeinschaft der weltumspannenden Organisation von Lions mit über 1,3 Mio. Mitgliedern, in unserer Welt mit humanitärer Hilfe und gesellschaftlichem Engagement etwas zum Besseren zu wenden. Wie unser Club seinerzeit entstanden ist und was sich in diesen 35 Jahren ereignet hat, darauf soll im Folgenden in einem Rückblick eingegangen werden.

Im Jahre 1978 wurde unser Gründungspräsident Michael Weinmann von Freunden angesprochen, in Triberg einen Lions-Club zu gründen. Je mehr er Einblick in den Freundeskreis von Lions bekam, desto mehr wuchs bei ihm die Überzeugung, dass ein solcher Kreis in Triberg wirklich fehlte.

Ja, gerade im Gegensatz zu den vielen örtlichen Vereinen, die in die Tradition des Ortes eingebunden sind, pflegt Lions seine Kontakte über die engen Grenzen hinaus in einer weltweiten, weltoffenen Vereinigung. Gerade heute, wo in unserer globalisierten Welt die Grenzen um uns herum offen sind, dafür müsste sich ein Freundeskreis finden lassen. Nicht allein aus Triberg, sondern aus dieser Region sollte sich der Kreis zusammensetzen, denn es sollte nicht eine Gesprächsrunde werden, in der die örtlichen Probleme Nummer eins der Tagesordnung bildeten. So bekam unser Club auch nicht den Namen Lions-Club Triberg sondern Lions-Club Triberg-Schwarzwald.

Unsere Charter- Night fand am 22. November 1980 im Parkhotel Wehrle in Triberg statt. Ein großes Fest, bei dem wir 192 Gäste begrüßen konnten. Sie kamen aus zwei französischen und 24 deutschen Lions-Clubs wie auch von Rotary und Round-Table.

Ein Höhepunkt dieses Abends war der Festvortrag von Prof. Dr. Hannsmartin Decker-Hauff. Sein Thema über die Kaiserin Maria- Theresia von Österreich und über die österreichischen Vorlande, zu denen Triberg über Jahrhunderte gehörte, hatte nicht nur deshalb einen aktuellen Bezug, weil das Jahr 1980 das Jahr des 200. Todestags dieser außergewöhnlichen Frau war, sondern auch weil diese Regentin so viel zur wirtschaftlichen Entwicklung unserer Region hier im Schwarzwald beitrug, ganz im Sinne von Lions, dienen und helfend unterstützen.

Ein zentrales Thema unserer Lions-Organisation ist es ja vor allem dort zu helfen, wo andere oder der Staat nichts oder zu wenig tun. Dabei wollen wir genau wissen, wohin und an wen unsere Spende geht und darüber hinaus sollte auch eine persönliche Beziehung zum Spendenempfänger bestehen.

Wir haben uns deshalb für unsere Lions-Aktivities in unserer Umgebung umgesehen und geholfen in Kindergärten und Altenheimen, auf der Katharinenhöhe, der Feldner Mühle, der Gehörlosenschule, der Blindenschule, der Bregtalschule und der Jugend-Musikschule. Wir haben uns eingesetzt für die Off Road Kids, für die Kinder aus Tschernobyl und für die Flüchtlinge bei Refugio aus Syrien und finanzieren seit Jahren die Seminare für Lions-Quest, ein Programm für unsere Schulen, das Schülerinnen und Schülern ihr Selbstvertrauen stärkt und ihnen, gerade in der Zeit der Pubertät, Problemlösungen aufzeigt.

Neben der humanitären Hilfe haben wir uns auch für kulturelle und gesellschaftliche Projekte in unserem Gemeinwesen eingesetzt. So haben wir die Nusshurtkapelle in Triberg und die Laubwaldkapelle in Schonach restauriert, den Stadtbrunnen in Triberg wieder aufgebaut und eine Broncetafel am Wasserfall zu Ehren des Nobelpreisträgers Ernest Hemingway angebracht, der 1922 in Triberg weilte.

Wir haben uns weiter beim Barbaramarkt, beim Trödlermarkt und beim Stadtfest mit einem Stand präsentiert, das DJ-Battle des Südwestfunks organisiert, mit dem Luftwaffen-Musikcorps einen Konzertabend veranstaltet, die Konzerte der Wiener Philharmoniker

in Triberg über viele Jahre ermöglicht und die Jugend-Rock-Messe mit unserem Engagement zum Erfolg geführt.

Durch persönliche Kontakte einiger unserer Clubfreunde konnten wir wichtige Hilfsprojekte im Ausland anstoßen wie für die Tagesschule in Anta Ruca (Argentinien), für die Kinderklinik in Bethlehem, für die Aidswaisen in Kenia oder für die Waisenschule in Rio.

Als gemeinsame Projekte unserer Lions-Zone und des Distrikts hat unser Club die Lions-Hornhautbank an der Universitäts-Klinik Freiburg mit aufgebaut, einen Personenaufzug für Behinderte im Altenheim in Trossingen finanziert und einen Schulbus für behinderte Kinder in Donaueschingen gestiftet.

Neben all den helfenden Aktivitäten haben unsere gesellschaftlichen Veranstaltungen zur Freundschaft untereinander im Club beigetragen. Wir unternahmen unter anderem Reisen nach Berlin, Hamburg, Köln, und Regensburg, zum Circ de Soleil, nach Reims, nach Marbach zum Literaturarchiv und zu unseren Freunden an die Mosel. Ein alljährlicher Höhepunkt sind die Treffen an wechselnden Orten mit unseren Lions-Jumelage-Clubs in Frejus an der Cote Azur und in Mailand, bei denen wir gemeinsam ein Hilfsprojekt des einladenden Clubs unterstützen.

Vor dem Hintergrund dieser sehr gerafften Aufzählung unserer Aktivities und Veranstaltungen sind wir auch ein wenig stolz auf das, was wir in 35 Jahren dienend und helfend geleistet und zustande gebracht haben.

Das Ziel unseres Clubs, dem seit 2009 Frauen und Männer angehören, wird es auch weiterhin sein, Freundinnen und Freunde für unsere gemeinsame Sache zu gewinnen, in unserer Umgebung, in der wir leben, etwas besser zu machen. Nicht die Welt reformieren, nein, einfach dort, wo wir gerade stehen, uns zu bemühen, etwas Gutes zu tun.

Gründungspräsident Michael Weinmann anlässlich des 35-jährigen Charterjubiläums